Topspiel in der Ballsporthalle – Potsdam kommt nach Vilsbiburg

Topspiel in der Ballsporthalle – Potsdam kommt nach Vilsbiburg

2. März 2020 Aus Von R_Geisler

Vierter gegen Dritter: Rote Raben erwarten Potsdam zum Top-Spiel

Das wird ein heißer Hauptrunden-Endspurt für die Roten Raben: Drei Siege in Serie haben die Damen von Cheftrainer Timo Lippuner vom 7. auf den 4. Platz der Bundesliga- Tabelle gespült, der gleichbedeutend mit Heimrecht im Playoff-Viertelfinale ist.

Eine verlockende Perspektive für die Vilsbiburgerinnen (17 Spiele/30 Punkte), die freilich wissen, dass sie im Vergleich zu den Konkurrenten Dresden (18/28), Münster (18/26) und Aachen (18/25) das kniffligere Restprogramm (siehe unten) zu absolvieren haben – allerdings auch noch eine Gelegenheit mehr, um das Zählerkonto aufzustocken: Diese bietet sich am Dienstag (19.10 Uhr/ live auf Sport1) in der Ballsporthalle gegen den SC Potsdam und beinhaltet alle Voraussetzungen für ein Spitzenspiel: Der SCP kommt als Tabellendritter und ebenfalls mit dem Rückenwind von drei Erfolgen hintereinander nach Vilsbiburg.

Foto: Hermann Boxleitner

Mit beeindruckender Konstanz hat sich die Truppe von Coach Guillermo Hernandez in dieser Saison als erster Verfolger des Top-Duos Schwerin/Stuttgart profiliert. Auch Verletzungsprobleme wie im Januar ein Bänderriss von Diagonalangreiferin Brittany Abercrombie oder zuletzt ein Fingerbruch von Zuspielerin Valerie Nichol brachten „Brandenburgs Mannschaft des Jahres 2019“ nicht vom Kurs ab.

Raben-Trainer Timo Lippuner hat mächtig Respekt vor dem Gegner: „Potsdam überzeugt durch eine geschlossene Teamleistung, die sich in der gut organisierten Sideout-Phase und insbesondere im hervorragend funktionierenden Block/Feldabwehr- Komplex zeigt. Es ist wahnsinnig schwierig, gegen diese Mannschaft konsequent im Angriff zu punkten – und gleichzeitig nutzt sie selbst praktisch jede ihrer Chancen. Das macht sie so effizient.“

Foto: Hermann Boxleitner

Unterdessen haben die Raben bei ihren jüngsten Erfolgen ordentlich Selbstvertrauen getankt und dabei „gezeigt, dass wir auch mit schwierigen Situationen umgehen können“, so der Coach. Er fügt hinzu: „Natürlich haben wir uns einen Plan zurechtgelegt, wie wir Potsdam knacken wollen.“ Eine starke Aufschlagleistung sei erforderlich, betont Lippuner, dazu cleveres, variables Angriffsspiel – und erneut die Unterstützung der lautstarken Fans als Zünglein an der Waage in der Ballsporthalle. Dann sei auch gegen den SCP etwas drin.

Foto: Hermann Boxleitner

Hinter dem Einsatz von Außenangreiferin Nelmaira Valdez (Schulterprobleme) steht noch ein Fragezeichen, ansonsten sind alle Raben-Spielerinnen an Bord und bereit für das Top-Spiel, dessen Vorzeichen Timo Lippuner in zwei Sätzen prägnant so zusammenfasst: „Ja – Potsdam ist der Favorit. Und ja – wir sind auf sie vorbereitet und wollen gewinnen!“

Das Restprogramm im Kampf um Platz 4 an den letzten beiden Spieltagen 7./14. März: Rote Raben: (A) Stuttgart, (H) Aachen; Dresden: (A) Straubing, (H) Wiesbaden; Münster: (A) Wiesbaden, (H) Potsdam; Aachen: (H) Erfurt, (A) Vilsbiburg.