Griesbacher Klassenerhalt nach Sieg in München

Griesbacher Klassenerhalt nach Sieg in München

18. Februar 2020 Aus Von R_Geisler

Das war es dann – 3:1 beim VC-DJK München Ost bedeutet Klassenerhalt gesichert

Die Rottalerinnen mussten auf Antonia Lang, Maike Dülmer und kurzfristig auch noch auf Kapitänin Constanze Koller verzichten.Um so schwerer erschien die Aufgabe beim VC-DJK München zu gestehen. Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach haben sich in der Bayernliga aber diesen  3:1 Auswärtssieg in München redlich verdient und somit auch den Klassenerhalt rechtzeitig in trockene Tücher gepackt.

 

Das erfolgreiche Team aus München Hinten von rechts: Magdalena Sprödhuber, Michael Stirner, Jenny Janda, Constanze Koller, Carolin Reitberger, Wolfgang Stephani v.v.l.Stefani Koller, Christine Hellinger,, Lisa Fabich, Lena Kowasch, Sophia Hebel,

Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu und so auch die Personalkapazität des TSV Bad Griesbach. Maike Dülmer laboriert seit einigen Wochen an einer Muskelverletzung, die sie zu einer Zwangspause verdonnert. Am letzten Wochenende hatte sich Antonia Lang beim Spiel gegen den FC Kleinaitingen bei einer Netzaktion schwer verletzt. Das MRT gab im Laufe der Woche leider keine Entwarnung. Lang fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses Monate aus. Am Freitag im Training noch gut in Form setzte schließlich ein Hexenschuss Kapitänin Constanze Koller außer Gefecht. Daher trat die Mannschaft mit den Coaches Wolfgang Stephani und Michael Stirner die Reise nach München mit Demut, aber auch mit dem absoluten Willen, die Punkte nach Griesbach zu holen, an. Einige Spielerinnen mussten ungewohnte Positionen spielen, so begann die etatmäßige Zuspielerin Lisa Fabich als Diagonalspielerin und Diagonale Jenny Janda musste in der Mitte Constanze Koller und Antonia Lang ersetzen. Außerdem startete Griesbach mit Zuspielerin Sophia Hebel, Libera Lena Kowasch, Mittelblockerin Magdalena Sprödhuber und die beiden Außen Stefanie Koller und Carolin Reitberger, die die Mannschaft als Kapitän anführte. Das Spiel verlief grundsätzlich nicht unbedingt au höchstem Bayernliganiveau, dafür waren die Voraussetzungen auf Griesbacher Seite zu fordernd und das Potential des Gegners aus München zu schwach. Lichtblicke im Spiel waren ausschließlich der eine oder andere direkte Angriffspunkt der Rottalerinnen, die ihre grundsätzliche spielerische und technische Überlegenheit trotz der vielen Ausfälle anfangs nur selten ausspielen konnten. So fielen doch einige Bälle, die an einem normalen Tag den Weg zur Zuspielerin finden, diesmal häufiger ins eigene Feld. Auch fanden die Blockspielerinnen nur schwer ins Spiel und wurden häufig angeschlagen. Ein kurzes Annahmedesaster entschied den ersten Satz mit 25:23 für München. Stephani vertraute seiner Mannschaft, die sich in der Folge stabilisierte und immer häufiger den Ball im Feld der Münchnerinnen unterbachte. Christine Hellinger half immer wieder in der Defensive für Reitberger oder Koller aus und trug damit mitentscheidend zum Erfolg bei. Vor allem die Außenangreiferinnen waren dabei mit schnelleren Bällen erfolgreich. Derweil agierten die Müncherinnen zu durchsichtig im Angriff und die Abwehr der Griesbacherinnen bekam diesen immer besser im Griff. Dadurch holte sich Griesbach Satz 2 mit 25:21. Griesbach erspielte sich auch im dritten Satz eine Führung und brachten diese aufgrund einiger erfolgreicher Blocks auch mit 25:22 ins Ziel. Mit der 2:1 Führung im Rücken wuchs auch das Vertrauen in die eigene Leistungsstärke. Die Müncherinnen wehrten sich mit allen Kräften, brauchen sie, aktuell auf dem Relegationsplatz stehend, die Punkte dringender als ihre Gäste aus Griesbach. Ersatzkapitänin Carolin Reitberger lenkte das Griesbacher Schiff am Ende sicher in den Hafen. DerTSV blieb trotz des engen Spielstands ruhig und entschied die Partie beim Stand von 23:23 mit zwei eigenen Punkten zum 25:23. Am Ende war es ein glanzloser aber wichtiger 3:1 Arbeitssieg, der den Griesbacherinnen die entscheidenden Punkte im Klassenerhalt bringt. Die letzten drei Partien beeinflussen die Ligazugehörigkeit für die nächste Saison nicht mehr und der TSV kann locker aufspielen und das in der Weihnachtspause selbst gesetzte Ziel Platz 4 aus eigener Kraft erreichen. Dazu müssen die Rottalerinnen auswärts in Lohhof beim Tabellenletzten, zu Hause noch einmal gegen München und dann auswärts in Abensberg sieben Punkte holen. Jetzt haben die Volleyballerinnen vom TSV Bad Griesbach aber erst einmal ein Wochenende Pause und haben Zeit, von der Verletztenliste die eine oder andere Spielerin streichen. Constanze Koller wird wohl in Lohhof wieder dabei sein, bei Maike Dülmer besteht zumindest Hoffnung.