Griesbach blitzt am Tabellenführer ab

Griesbach blitzt am Tabellenführer ab

9. Februar 2020 Aus Von R_Geisler

1:3 Niederlage verdient – Lang Verletzung überschattet Ergebnis

Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach haben am Wochenende wieder ihre beiden Gesichter gezeigt, was einen Erfolg gegen den Tabellenführer aus Kleinaitingen unmöglich machte.

Die Rottalerinnen verlieren verdient zu Hause 1:3 und müssen nun am kommenden Wochenende in München wieder punkten, um die gute Platzierung nicht unnötig zu verspielen.

Der TSV startete mit der identischen Aufstellung wie beim kürzlichen Auswärtssieg beim Tabellenzweiten Schwabing in das Spiel. Zuspielerin Lisa Fabich, Diagonale Jenny Janda, die beiden Mittelblockerinnen Constanze Koller und Magdalena Sprödhuber, die Außenannahmespielerinnen Stefanie Koller und Carolin Reitberger sowie Libera Christine Hellinger begannen zunächst. Noch nicht ganz ausgeschlafen wirkten die TSVlerinnen zu Beginn des Spiels. Trotz gelungener Annahme kam Zuspielerin Fabich nicht richtig unter die Bälle und konnte so ihre Angreiferinnen nur ungenügend einsetzen, was zu einigen Angriffsfehlern führte. Kleinaitingen hingegen zeigte aufgrund ihrer Spielweise, dass sie den hohen Ambitionen, den Meistertitel zu gewinnen, standhalten und beherrschten das Spiel nach Belieben. Nach kurzer Zeit war Kleinaitingen bereits 10:2 in Führung und der erste Satz fast gelaufen. Griesbach stabilisierte sich und konnte den Rest des Satzes dann ausgeglichen gestalten, verantwortlich dafür waren vor allem die Leistungen der Griesbacher Angreiferinnen, die mit ihrer individuellen Stärke den einen oder anderen Punkt erzwangen. Trotz Aufholjagd gelang die Wende aber nicht mehr unter der erste Satz ging mit 25:19 an die Gäste.

Im zweiten Satz glich die Leistung des TSV einem Offenbarungseid. Mit 0:8 war der zweite Satz bereits vorentschieden, bevor Griesbach überhaupt den ersten Punkt machen konnte. Das lag aber nicht ausschließlich an einer überragenden Leistung des Tabellenführers sondern vor allem auch an der mangelnden Beweglichkeit im Griesbacher Spiel. Mit 11:25 war der zweite Satz weg. Zuvor kamen mit Sophia Hebel als Zuspielerin und Antonia Lang als Mittelblockerinnen am Ende des Satzes zum Einsatz.

Im dritten Satz rotierte das Trainer-Duo um Wolfgang Stephani und Michael Stirner komplett durch. Lang begann für Sprödhuber in der Mitte. Janda übernahm die zweite Mittelposition, Stefanie Koller startete als Diagonale und Schwester Constanze Koller als Außenangreiferin. Auf eine LIbera verzichteten die Trainer. Zuspielerin Hebel stabilsierte das Spiel im dritten Satz zusehends und auf einmal waren die Griesbacherinnen im Spiel und boten dem Spitzenreiter die Stirn auf Augenhöhe. Es entwickelte sich das zuvor erhoffte und erwartete hochklassige Spiel mit vielen sehenswerten Rettungsaktionen und Spielzügen. Das Griesbacher Publikum, das zuvor noch kopfschüttelnd das Geschehen verfolgen musste, sah auf einmal eine engagiert kämpfende Griesbacher Mannschaft mit Vorteilen vor allem bei den längeren Ballwechseln. Bei einer Netzaktion verletzte sich dann Antonia Lang am Knie so schwer, dass ein Weiterspielen nicht mehr möglich war. Die erste Diagnose bedeutet das Saisonaus, auf eine positive Diagnose im MRT hoffen die Griesbacher für ihre Mitspielerin. Sprödhuber ersetzte lang und fügte sich nahtlos in das Spiel ein. Defensivspezialistin Lena Kowasch half am Ende des Satzes dabei, den Satz nach Hause zu schaukeln. Mit einer couragierten Leistung holte sich Griesbach nach den ersten beiden Sätzen sehr überraschend den dritten Satz mit 25:23, aufgrund der gezeigten Leistung auch verdient.

Zum vierten Satz wurde Kowasch zur Libera befördert. Ansonsten ging dieselbe Mannschaft wieder ans Werk. Für Kleinaitingen wäre ein Dreier sehr wichtig im Kampf um die Meisterschaft, dementsprechend entschlossen agierten die Schwäbinnen dann auch im vierten Satz und legten eine Schippe drauf. Griesbach konnte dagegenhalten und die Zuschauer entschädigen für die ersten beiden Sätze. Kleinaitingens Trainer wirkte aufgrund des verlorenen Satzes nervös und kassierte aufgrund ständiger Beschwerden folgerichtig die gelbe Karte. Seine Mannschaft hingegen agierte souveräner und entschied am Ende des vierten Satzes die Partie mit 25:20 für sich. Am Ende verdiente sich der Tabellenführer die drei Punkte, Griesbach aufgrund der gezeigten Leistungen im dritten und vierten Satz auch den Achtungserfolg des gewonnenen Satzes.

Griesbach hat es aber weiterhin selbst in der Hand, die Saison erfolgreich zu Ende zu spielen. Kommendes Wochenende treten die Rottalerinnen in München bei der VC-DJK München-Ost-Herrsching an. Dort zählen dann für den TSV nur drei Punkte.