Deggendorfer Volleyballer nicht zu stoppen

Deggendorfer Volleyballer nicht zu stoppen

3. Februar 2020 Aus Von R_Geisler

Der Siegesexpress rollt und rollt – 7 Sieg in Folge

Deggendorfer Volleyballer reiten nach dem glanzlosen 3:0 weiter auf der Erfolgswelle

Langsam wird es unheimlich: Am Samstagabend gelang den heimischen Volleyballern des TSV mit dem glatten 3:0 (25:23, 28:26, 25:18) gegen den TSV Friedberg der siebte Sieg in Folge.

Das Team um Kapitän machte auch gegen Friedberg alles richtig – Foto: SP4ORT.de

Diesmal nicht schön und spektakulär, aber nervenstark und abgezockt. „Unsere Leistung war heute nur in Teilen überzeugend, dennoch hat es für einen klaren Sieg gereicht.“, freute sich Diagonalangreifer Christoph Reichhart. „Das zeigt das Selbstverständnis, das wir inzwischen an den Tag legen. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen, sonst werden wir nächste Woche in Eibelstadt unser blaues Wunder erleben.“

Dabei standen die Vorzeichen vor Beginn des Spiels denkbar schlecht: Die Grippewelle hatte auch vor dem TSV nicht halt gemacht und bereits die letzten beiden Trainingswochen für geringere Teilnahme gesorgt. Mit Rene Räbiger und Libero Sebastian Reichhart fielen dann auch zwei Stammkräfte aus, die beiden Außenangreifer Joe Schwarz und Kilian Grobbink gingen angeschlagen in die Partie. So musste Georg Wolf einen Tag nach Rückkehr aus dem 3-wöchigen Urlaub sofort in die Bresche springen, zeigte eine stabile Leistung, die vom Monsterblock zum Matchball gekrönt wurde. Doch auch die Gäste aus Schwaben kamen personell geschwächt, mussten unter der Woche einen überraschenden Trauerfall in der Familie zweier Spieler hinnehmen. Teammanager und Hallensprecher Stefan Klamerth versuchte Trost zu spenden: „Da rückt der Sport ganz schnell in den Hintergrund. Wir wünschen der ganzen Familie viel Kraft und Stärke in dieser schwierigen Zeit und hoffen, dass die Mannschaft die Jungs gut auffangen kann.“

Nach einer Schweigeminute begann das Match auch dementsprechend zerfahren. Gute Aufschläge auf beiden Seiten brachte die jeweilige Annahme ins Wackeln und die beiden Zuspieler waren zu einem durchschaubaren Spiel gezwungen. Gegen Mitte des Satzes setzten sich die Gäste drei Punkte ab und hielten diesen Spielstand bis zum 19:22. Trainer Szabi Bergerszaszy reagierte, brachte mit Vincent Graven einen frischen Außenangreifer. Der sorgte mit guten Aufschlägen für den Führungswechsel und schlussendlich setzten sich die Donaustädter knapp mit 25:23 durch.

Im zweiten Satz ein ähnliches Bild. Wieder druckvolle Aufschläge hüben wie drüben. Instabile Annahmen waren die Folgen und Friedberg ging wieder in Front. Erneut reagierte Bergerszaszy taktisch clever, brachte Joe Schwarz zurück und stabilisierte so die Annahme. In der Folge kämpften sich die Donaustädter wieder heran. Insbesondere Diagonalangreifer Konstantin Schmid löste in dieser Phase einige knifflige Situationen für sein Team routiniert. Erneut wechselte bei Aufschlag Graven die Führung und die Deggendorfer hatten zwei Satzbälle. Diese konnten die Gäste allerdings abwehren und sicherten sich ihrerseits einen Satzball. Eine glückliche Schiedsrichterentscheidung für die Hausherren sorgte für den erneuten Ausgleich. Die Gäste haderten mit der Entscheidung und so konnte Kapitän Michi Brunner den zweiten Satz beim Service eintüten. Im dritten Satz lagen die Deggendorfer von Anfang an in Führung. Sie hatten sich nun besser auf den Friedberger Haupt- und Außenangreifer eingestellt, der inzwischen noch mehr mit dem Schiedsgericht und seinen Mitspielern haderte und dadurch viele Fehler machte. Insbesondere Barna Szabo zeigte in Block und Angriff eine starke Leistung, die ihn am Ende auch die Ehrung zum besten Spieler einbrachte.

Trainer Szabi Bergerszaszy zeigte sich insgesamt zufrieden: „Heute habe ich auf meine Spieler vertrauen können, die in den vergangen Spielen nicht so oft zum Einsatz kamen. Sie haben eine stabile Leistung gezeigt und uns heute geholfen, das Spiel zu gewinnen. Allerdings ist klar, dass wir nächste Woche zwei Schippen drauf legen müssen um auch in Eibelstadt bestehen zu können.“ Der neue Tabellenführer ist aktuell ebenfalls in bestechender Form und wird den Männern des TSV alles abverlangen.